Mittwoch, 22. Dezember 2010

2011

ab 01.01.2011
www.wandervogel-baerbel-2011.blogspot.com

Weihnachtsgrüße





Dann nun mal noch einige aktuelle Bilder von zu Hause - als kleiner Kontrast zu all den Palmenbildern :-) Es sind schon fast 3 Monate zu Hause vergangen, es gab viel Arbeit, viele Besuche bei Freunden und viel Zeit mit der Familie - und die Wochen vergingen wie im Fluge. Das tun sie hier ja irgendwie immer.... Und nun steht schon der nächste Aufbruch vor der Tür. Auch da wird es mit Schnee-Bildern weitergehen. Am 1. Januar geht es los - in die Schweizer Berge, in das Dorf Guttannen im Berner Oberland auf einen kleinen Berg-Ziegenhof. Das Dorf gibt es seit 1835; 315 Leute leben wohl dort und es liegt auf über 1000 m. Wer wissen will, wie es dort aussieht, kann unter: www.guttannen.ch mal gucken. So, und ich bin wieder sehr gespannt, was das wird und vorher stehen erst mal schöne Weihnachten auf dem Plan !

Ich wünsche allen Mitlesern wunderschöne, gemütliche, faule Weihnachtstage; esst nicht so viel (das spart die Diät danach ) und natürlich einen guten Start in ein gesundes, zufriedenes und ereignisreiches neues Jahr in dem sich vielleicht der eine oder andere langgehegte Wunsch erfüllt.
Vergnügte Grüße !

Sonntag, 3. Oktober 2010

Zu Hause


So, und nun ist auch Leipzig erreicht - es gab Rum & Tränen auf dem Hauptbahnhof - und der große Besuchs-Marathon beginnt.
Und am 01.11. das (2 Monate währende) Arbeitsleben.
Das Wetter ist ganz okay - ich hoffe ja auf einen goldenen Herbst mit viel Sonne. Die einzigen Sorgen macht eigentlich mein Magen - der hat noch Probleme mit der Nahungsumstellung und in den vergangenen Tagen habe ich mich mehrfach mit Magenkrämpfen gewunden, aber er wird sich schon wieder dran gewöhnen - muss er, damit ich meine große Essenswunschliste in Angriff nehmen kann :-). Und wenn ich ohne Rum ins Bett komme, fällt auch der Jetlag dolle auf.... ach ja, und die Badewanne wartet, die erste des Jahres :-)

Das wars also - nächstes Jahr gehts weiter. Bis dahin - laßt es Euch gut gehen !

Auf den Geschmack gekommen ?


aktuelle Pressemeldung für alle die nun auf den Geschmack gekommen sind:

"Tausche Herbstlaub gegen Urlaub
Tobago startet Preisaktion auf Condor-FlügeDer Herbst hält Einzug in Deutschland und der Sommer neigt sich dem Ende zu. Während bei uns bereits die Blätter von den Bäumen fallen und die Kälte des Winters sich erahnen lässt, ist es auf der Karibikinsel Tobago über 30 Grad warm. Beim Anblick von pittoresken Buchten und palmengesäumten Sandstränden verschwendet keiner der Einheimischen einen Gedanken an trübes Herbstwetter. Die Tobagonen möchten nun gemeinsam mit der Condor den Deutschen etwas von ihrer Sonne abgeben und starten eine Preisaktion von 300 Euro für alle Sonnenhungrigen. So kann jeder, der gemeinsam mit den Tobagonen das süße Nichtstun genießen möchte, das „deutsche Herbstlaub“ gegen „tobagonischen Urlaub“ tauschen. Bei der Preisaktion werden vom 23. September 2010 bis zum 31. Oktober 2010 alle Flüge mit der Condor von Frankfurt nach Tobago rund 300 Euro günstiger angeboten. Diese Aktion ist limitiert auf 50 Plätze pro Flug – man muss also schnell sein, wenn man das Geschenk der Tobagonen annehmen möchte und in den Sommer fliegen will.
Die Karibikinsel Tobago eignet sich für alle, die Ruhe und Frieden suchen und dabei Wert auf Ursprünglichkeit legen. Besonders Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn über zwei Drittel der Insel sind bedeckt mit Regenwald: Das bereits seit dem Jahr 1776 geschützte Naturgebiet "Main Ridge Forest Reserve" ist das älteste der westlichen Hemisphäre und bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zur Beobachtung von Vögeln wie Papageien oder Kolibris.
Diese Aktion ist limitiert und ist nicht mit anderen Aktionen des Fremdenverkehrsamtes von Trinidad & Tobago kombinierbar."

Donnerstag, 30. September 2010

Gelandet !


Wetter Tobago 26-32 Grad, Sonnenschein
Wetter Wiesbaden 8-13 Grad, Regen
Wetter Leipzig 8-13 Grad, bewölkt

Naja, trotz der leichten Temperaturunterschiede bin ich nun wieder im Lande & auch bald in Leipzig !!!

Dienstag, 28. September 2010

Schluss mit Reggae, Rum & Sonnenschein...








So, dass wars also.
Die Zeit ist um, ich komme nach Europa zurück. Morgen abend geht mein Flug. Weh tut's dann doch... Es war ein spannendes und ereignisreiches Jahr (fast), dass ich nicht missen möchte. Zu Hause habe ich bestimmt nach ein paar Tagen schon das Gefühl, ich wäre nur 2-3 Monate weg gewesen.
Und das Fernweh ist nicht besiegt, es geht auch nächstes Jahr weiter. Nur Weihnachten möchte ich diesmal zu Hause verbringen & etwas arbeiten, um die Reisekasse wieder etwas aufzufüllen. Fast freue ich mich auf eine Portion Stress und Hektik :-)
Aber eine Portion karibisch-südamerikanische Gelassenheit packe ich auch mit in den Rucksack. Da können wir Europäer wohl auch noch ein bischen was lernen !!!

Die Fortsetzung folgt dann auf:
www.wandervogel-baerbel-2011.blogspot com


Seit alle lieb gegrüsst, die meisten sehe ich ja in Kürze. Erst mal mache ich Stopp bei Deborah, die mit in Bolivien auf Picacho war - da werden wir wohl gemütlich in Erinnerungen schwelgen.
Und dann heisse ich auch endlich wieder einfach Bärbel - statt Barbara, Babs, Barbarita etc.
Hasta pronto !!!

Freitag, 24. September 2010

Tobago-News









Es ist doch nach wie vor eine wunderschöne Insel, auch wenn es diesmal alles völlig anders ist als letztes Mal, viel anstrengender (im Sinne von unangenehmen, aufdringlichen Mitmenschen). Das Wetter zZt. ist sehr durchwachsen, oft Regen - aber auch schöne Tage, Zeit um ausgiebig zu schwimmen und die Sonne noch so richtig geniessen, damit ist ja zu Hause vorbei (habe gerade mal in den Wetterbericht geguckt... bbbrrrr, das ist ja eiskalt)
Vergangene Woche wurden in "meinem" Dorf 2 norwegische Touristen überfallen und beraubt - auf der Terrasse ihres Appartments. Ist irgendwie eine sehr komische Stimmung hier, die alten Männer sagen, es geht bergab mit ihrer Insel.
Ich verbringe viel Zeit in meiner Hängematte, lesen, schlafen, baden, etwas wandern... demzufolge komme ich total entspannt und tatendurstig nach Hause.
Der Rum kommt aber auch diesmal nicht zu kurz und nette Leute gibt es schon auch noch und gemütlich verquasselte Stunden.
Der Countdown für mich läuft ja nun schon... eine sehr komische Vorstellung gleich wieder zu Hause zu sein....


Bis in Kürze noch mal. Liebe Grüsse an Euch alle !

Dienstag, 7. September 2010

Das Paradies ist keines....



Ach war das schön wieder hier zu sein und so viele Leute wieder zu sehen vom letzten Mal. Das ganze Wochenende verging mit Wiedersehen-Gefeiere.... aber:
Am Sonntag wurde ich auf dem Rückweg von der allwöchentlichen Inselparty erneut überfallen und dachte ich erlebe meine letzten Minuten... Seitdem habe ich Stunden auf der Polizei verbracht, was sicher ergebnislos bleiben wird. Mir gehts ganz gut, muss sich keiner Gedanken machen. Es wird ja auch nicht nochmal was passieren. Allerdings habe ich nun kaum noch Interesse auf der Insel rumzufahren und werde wohl die meiste Zeit in meinem Dorf verbringen und ausgehen, falls mir noch mal so ist, nur mit "Bewachung".
Das ist nun kein schöner Abschluss, vermutlich werde ich hier nun nicht mehr gross zu berichten haben... Schade, wo ich mich so auf die Zeit hier gefreut hatte.
Aber ich melde mich auf alle Fälle noch mal.
Grüsse an Euch alle !

Und wieder in die Karibik



Als die Fähre aus Guiria/Venezuela ablegte und das Festland in die Ferne rückte, wurde mir erst mal so richtig bewusst, dass ich gerade für wer-weiss-wie-lange den Kontinet verlasse und mir kamen doch glatt wieder ein paar Tränen. Schön war's und eine sehr ereignisreiche Zeit.
In Trinidad angekommen (wo erst mal eine langwierige Pass- und Gepäckkontrolle anstand), fragte ich mich bei den Passagieren der Fähre durch, wie ich nun am besten und günstigsten nach Port-of-Spain (Hauptstadt) komme und eine Familie bot mir an, mich zu meinem Couchanbieter zu fahren. Als ich Ihnen erzählte, dass ich bei jemandem übernachten will, den ich aus dem Internet kenne, waren sie sehr skeptisch - als sich die Adresse als die einer Villa herausstellte, waren sie eher verwundert und ich auch. Man, so nobel hab ich lange nicht übernachtet :-) Und sehr nett war der Gabriel auch. Am nächsten Tag noch etwas Stadtbummel und dann zur Fähre nach Tobago.

Dienstag, 31. August 2010

Im Kuehlschrank durch Venezuela


So, nun habe ich fast ganz Venezuela von West nach Ost durchquert und sitze nun in Guiria und warte wieder mal das die Zeit vergeht. Mein Faehrticket habe ich schon.
Morgen um 3 gehts los.

Die 2 Busfahrten hierher waren nicht so angenehm, beonders die zweite. Die Busse sind ja immer klimatisiert - und letzte Nacht in dem war die Klimaanlage auf Dauerfrost gestellt - ich hatte Pullover an und war in den Schlafsack gewickelt und habe noch gefroren. Andere Leute trugen Schals und Handschuhe... "Die spinnen die Venezolaner..." Den gestrigen Tag habe ich mir auf dem Terminal von Cracas vertrieben. Und war froh, dass ich noch ein paar Not-US-Dollars hatte. Der Geldautomat gab mir kein Geld auf meine Karte und Euros wollte auch keiner tauschen. Es reichte gerade so fuer das Busticket und was zu Essen. Tja, bloss das ich dann heute hier auch kein Geld bekam, scheinbar moegen die Bankautomaten die auslaendischen Kreditkarten nicht so. Auf drei Banken Fehlanzeige, da wurde ich schon unruhig. Bei einer drin angestellt, nein, sie tauschen nur US Dollar, Euros nicht. Dollars hatte ich aber nicht mehr. Dann verwies mich die Dame der BANK allen Ernstes an einen Schreibwarenladen !!!, dort tausche man Euros. Na, das hat dann wenigstens auch geklappt und ich konnte mein Ticket fuer die Faehre bezahlen und mein Zimmer - fuer Esen ist nun nicht mehr viel uebrig, aber das wird schon gehen fuer 1,5 Tage. Kann mir ja morgen abend den Bauch vollschlagen in Trinidad.
Ich habe gehoert zu Hause beginnt schon der Herbst - hier sind nachwievor ca. 35 Grad - ausser wenn man im Bus sitzt :-)
Liebe Gruesse und bis bald wieder. Lasst es Euch gut gehen !!!

Samstag, 28. August 2010

Zum Abschluss: Impressionen von Santa Marta








So, das waren die Meldungen aus Kolumbien - ich bin ein bischen traurig & könnte es hier noch viel länger aushalten, hat mir sehr gut gefallen.
Ich such mir jetzt was leckeres zu Essen !

Minca










Minca ist ein gemütliches kleines Dorf in den Bergen, gleich um die Ecke von Santa Marta. "Gewohnt" (Open-Air-gehängemattet) habe ich auf der Finca eines ausgewanderten Deutschen - ein herrlicher Platz zum Neidischwerden. In so einer Umgebung kann man natürlich hauptsächlich wandern - habe ich auch gemacht; Berge, Unmengen von Bambushainen, Kaffeeplantagen, Flüsse, Wasserfälle, tolle Blüten. Und auch dort hat es - selbstverständlich - geregnet.
Und so sind nun auch die letzten Tage vorbei und morgen geht es los. Meine Odyssee zurück nach Tobago beginnt. In 6 Tagen sollte ich da sein. Morgen startet die 20-Std.-Fahrt nach Caracas/ Venezuela. Von dort weiter in einen kleinen Ort an der Küste. Mit einer Fähre nach Trinidad und mit einer weiteren nach Tobago. Ich hoffe, die Verbindungen klappen alle und ich bleibe nicht unterwegs stecken (die Fähre nach Trinidad ist der Knackpunkt - die fährt nur einmal die Woche und ich habe nix gefunden zum Ticket reservieren) Aber: Alles wird gut !

Barfuss & im Bikini auf Dschungel-Tour







Also, nun ist auch die letzte Woche hier in Kolumbien um. Die ersten Tage der Woche ging es in den Tayrona-National-Park. Dschungel, Berge und schöne Strände, sogar relativ wenig Leute und vormittags bestes Badewetter. Nachmittags das Uebliche - es hat gegossen wie verrückt mit viel Blitz und Donner. Soviel zu gemütlich zelten am Meer. Mein gutes kleines Zelt hat zwar dicht gehalten - aber solange es goss, musste ich raus - das Wasser lief in Bächen unter dem Zelt entlang - und solange ich drin lag, drückte das Wasser langsam aber sicher rein. Ohne mich hat es standgehalten und ich konnte drin schlafen, war alles nur etwas klamm. Nur die Sachen am Leib waren pitschnass. Am zweiten Tag habe ich erst ausgiebig Strandspaziergänge gemacht und war natürlich auch planschen - und dann dachte ich : Gut, nun gucke ich mir noch die Tayrona-Ruinen an - die gibt es nämlich in dem Park auch. Als ob man aus einer Wanderung nicht schlau wird. Diese Ruinen hier waren natürlich auch nicht so einfach zu erreichen, steil ,den Berg hoch - in einer Wasserrinne, Wanderschuhe hatte ich nicht an, war ja nicht geplant. Und Badelatschen sind definitiv nicht das beste Schuhwerk zum Wandern. Barfuss gibg es besser. Von den Ruinen, die ich nach ca. 2 Stunden erreichte, habe ich nicht viel wahrgenommen, denn genau da begann auch der alltägliche Guss. Und eh noch meine letzte trockenen Sachen aufweichen, dachte ich mir, ich pack die lieber in meine Tüte und bin den Berg dann im Bikini wieder herabgeklettert. Gab bestimmt ein tolles Bild ab - war ein anderer Weg, über grosse Steine (einige fast mannshoch) runter klettern. Als ich den Zeltplatz wieder erreicht hatte, wars schon finster. Den Morgen des 3. Tages noch gemütlich in der Hängematte dösen & dann auf den Rückweg nach St. Marta (schon zwischen Parkeingang und Stränden muss man sich durch Schlammlöcher kämpfen). Ich wollte noch weiter in das Dorf Minca - habe aber letztendlich den lezten Bus dorthin verpasst.

Sonntag, 22. August 2010

Ciudad perdita - Die verlorene Stadt



















Die Ciudad perdida ist eine Ruinenstadt in den Bergen der Sierra Nevada de Santa Marta, in ca. 1200 m Höhe. Erbaut wurde sie zwischen dem 11. und 14. Jhd., ein Teil schon früher, von den Tayrona. Diese waren ua. bekannt für herausragende Goldarbeiten - einige kann man heute in Bogota im Goldmuseum bestaunen. Die Ciudad perdida war ihr spirituelles Zentrum. Die Tayrona starben aus bei Ankunft der Spanier - obwohl diese nie in der Stadt waren - ein Teil der Bevölkerung starb durch eingeschleppte Krankheiten, ein Teil zog sich aus Angst vor den Spaniern in höhergelegene Regionen zurück - wo sie verhungerten und erfroren. Deshalb verfiel die Stadt und der Dschungel eroberte das Territorium zurück. Und so geriet sie in Vergessenheit. Wiederentdeckt wurde sie durch Grabräuber 1975 (die Tayrona wurden verbrannt & in Urnen mit ihrem Goldschmuck begraben). Und seit 1982 kraxeln Touristen dorthin, um die Reste zu bestaunen. Soviel zur Geschichte der Stadt - nun die Tour :
Am Anfang war ich skeptisch - die Ciudad perdida liegt Luftlinie nur 40 km von Santa Marta entfernt, ein Stück fährt man mit dem Jeep in diese Richtung und erst ab dort wird gelaufen, ca. 20 km - und dann eine 5-Tages-Tour ??? ... Es war die wohl anstrengeste Wanderung meines Lebens !!! (Die Fotos auf denen nur Schlamm zu sehen ist - DAS ist der WEG !) Es ging 3 Tage fast nur aufwärts, teils sehr steil und sehr eng, aufgrund des Dauerregens alles glitschig, rutschig und sehr schlammig (teils stand der Schlamm höher als es die Schuhe waren). Wir kamen sehr langsam voran, Gepäck hatte jeder nur das Nötigste mit, alles wasserdicht verpackt. Das notwenige Essen für die Gruppe wurde von Mulis zu den Camps gebracht bzw. ein Teil von Helfern getragen. Am 1. Tag sind wir ca. 3-4 Std. gelaufen und passierten dabei mehrere kleine Militärcamps. Der Weg und auch die Stadt werden streng bewacht, die Guerilla war hier sehr aktiv und 2003 kam es genau hier zur letzten Entführung von Touristen in Kolumbien. Das erste Camp war erreicht und wir wohl alle froh darüber. Unterstände voller Hängematten, Holzbaracken für Duschen und WC`s, und natürlich ein Küchenunterstand, wo auf Lehmöfen gekocht wurde (es war auch ein Koch mit, das musste nicht der Guide machen). Am 2. Tag weiter hoch, ringsum üppiges Grün und mehrere Male mussten Flüsse durchquert werden. Irgendwann zogen die meisten ihre Schuhe gar nicht mehr aus - war sowieso alles klitschnass - die Sachen auch, aber die eher nassgeschwitzt - natürlich war es ordentlich warm tagsüber (nachts dagegen verdammt kalt). Badepause am Fluss und ca. 14 Uhr war das nächste Camp erreicht - das Timing war perfekt, es begann schon auf den letzten Metern zu regnen und dann goss es wie aus Eimern, bis in die Nacht. Das Camp wirkte eher wie ein Flüchtlingslager, überall Tüten, Taschen, Leinen mit nassen sachen - es trocknete nix bei dem Wetter & so ging es am Tag 3. schon mit nassen Sachen und Schuhen los. Aufstehen um 6 (munter seit 4:31 Uhr), Frühstück und um 7 los. Und dieser Tag war für mich schon grenzwertig - Höhenangst ! Es ging einige Male auf fussbreiten Pfaden an Abhängen entlang & und das Schlimmste war das CableCar (Foto 5). In einem kleinen Käfig am Seil hochoben über den Fluss drüber... Ich habe wohl eine halbe Stunde danach noch gezittert. Hätte ich davon vorher ein Bild gesehen, hätte ich die Tour vielleicht gar nicht gemacht. Naja, überstanden - aber ich wusste ja, dass ich diese Prozedur auf dem Rückweg noch mal überstehen muss. Dann ging es noch mal richtig durch den Fluss - durch all den regen war der ordentlich angestiegen und hatte starke Strömung. Es ist nur einer gestürzt. Noch über weitere Rinnsale, über viele Steine und Wurzeln höherklettern und Camp 3 war mittags erreicht. Dort hatte vor einem Monat ein Erdrutsch ein Stück des Camps weggerissen - es schliefen gerade keine Touristen dort. Unser Guide wollte gern noch an diesem tag in die Ciudad perdida - aber wir haben ihn demokratisch überstimmt, erst am Morgen - aus Angst vor Regen. Und natürlich goss es eine Stunde später in Strömen. In den Hängematten rumdümpeln, lesen, schlafen, aufs Abendessen warten. Die Millionen von Mücken habe ich noch gar nicht erwähnt... meine Beine völlig zerstochen, mal wieder, aber in langen Hosen wandern ging ja nicht (die gab es nur fürs Camp) - wegen all den Flussdurchquerungen. Und am Tag 4 war eigentlich Aufbruch für 5:30 Uhr geplant - da waren genau 3 Leute fertig (ich auch) - wie das so ist mit Gruppen, es dauert alles... los ging es dann nach 7. Zur Stadt war es noch einmal ca. 1 Std. Weg - zuletzt mussten 1200 Stufen bezwungen werden (die sorgten bei mir für massiven Muskelkater) und dann war sie erreicht - die Ciudad perdida ! Es war sehr eindrucksvoll. Obwohl ja soviel nicht mehr zu sehen ist - eigentlich nur die Stein-Terrassen, auf denen die Häuser standen, dazu ein weiter Blick über all die Berge. Ich habe etwas mehr Ruhe vermisst und hätte gern auch einfach eine Stunde dortgesessen um den Ort auf mich wirken zu lassen - aber das ging nicht. Wir hatten ja noch einen, langen Weg vor uns an dem Tag. All die Treppen wieder runter (wobei wieder einige stürzten), Essen im Camp und dann noch eine 3-4 Std.-Tour. Danach war ich völlig erledigt ! Am Tag 5 hatte ich solchen Muskelkater, das ich am Anfang kaum laufen konnte :-) - aber auch den Abschnitt habe ich noch überstanden. Die Jeeps nahmen uns wieder in Empfang - auf dem Weg mussten wir einem vor uns festgefahrenem Auto aus dem Schlamm helfen (nur die Herren, die Frauen haben fotografiert :-)...) Und ca. 18 Uhr waren wir wieder in Santa Marta.Ich bin sehr froh, dass ich die Tour gemacht habe - es hat sich gelohnt, aber ich war auch froh, als es zu Ende war und ich in mein Bett kippen konnte ! Was auch mal wieder sehr schön war - es gab irre viel zu Essen :-) !!! Heute war nur faul-sein auf dem Plan - und ua. mal wieder unbekannte Früchte verkosten - siehe letztes Fotos, die orangen Dinger heissen LULO, hatte ich bisher nur als Saft probiert - der ist SEHR lecker - die Früchte schmecken auch, aber ziemlich sauer. So, und nun seit Ihr wieder auf dem aktuellen Stand und ich gucke jetzt an den Strand und suche mir ein kleines Abendessen. und danach gehe ich wieder vor meinen Fernseher :-)- ich habe nämlich mal wieder Deutsche Welle und bin also auch nachrichtentechnisch auf dem Laufenden (es ist erschreckend, Horrormeldungen aus der ganzen Welt)
Morgen vormittag geht es auf neue Tour - zum Tayrona-Nationalpark (mit vielen Stränden) für 2-3 Tage.
Euch allen liebe Grüsse und eine schöne neue Woche, bis bald wieder.